Zurück zu dir – Warum Fühlen dein Leben heilt!

Emotionen zu Fühlen bedarf deiner Bereitschaft dazu. Vom Denken ins Fühlen zu kommen, ist ein Prozess, der sich schrittweise vollzieht. Am Anfang dieser Entscheidung steht meist eine Krisensituation. Eine Situation, in der du nicht weiterweißt und deine Gedanken immer unangenehmer und destruktiver werden. Dein Denken verursacht dir unnötiges Leid. Du erkennst, dass du einen neuen Weg einschlagen musst, um wieder glücklich zu sein.

Hier darfst du ebenfalls wahrnehmen, dass du dir durch dein Denken selbst Leid verursachst. Es sind nicht die anderen, die dich fühlen machen. Sie erwecken einfach nur Gefühle und Emotionen in dir. Diese jedoch sind deine eigenen. Niemand kann in dir etwas erwecken, was nicht da ist. Es ist an dir, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Für dich selbst, deine Emotionen und dein Leben. Niemand sonst kann es tun.

Jede Gedankenform hat eine geradezu magnetische Anziehungskraft.

Es ist verführerisch ihr zu folgen. Als bliebe dir keine Wahl. Oftmals geschieht es automatisch, dass du dich in einen Gedankenstrom verstrickst, aus dem du dich kaum mehr befreien kannst.

Je größer die Energie und damit die Dramatik des Gedankens, desto größer ist seine Zugkraft. Er wird unwiderstehlich.

Gedanken haben jedoch die Eigenschaft, eine Realität abzubilden, die nicht der Wahrheit entspricht. Es sind deine Interpretationen, Ängste, Sehnsüchte, Verurteilungen und Prägungen, die sich in deinen Gedanken zeigen. Somit kannst du aus einer im Wesentlichen neutralen Situation ein riesiges Problem machen, indem du sie mit deinen Gedankenformen überziehst – und dann glaubst was du denkst.

Natürlich können Gedanken auch hilfreich und konstruktiv sein. Je bewusster du bist, desto konstruktiver und lösungsorientierter werden auch deine Gedanken sein.

Wenn ein Mensch beispielsweise ein Gefühl in dir auslöst, das du nicht haben willst, wie etwa Wut, Angst, Hilflosigkeit oder Trauer, ist es verlockend, sofort in die Gedanken zu springen. Du beginnst darüber nachzudenken, was der andere dir angetan hat, was er hätte anders machen sollen, damit es dir bessergeht und wie er seine verletzenden Verhaltensweisen korrigieren soll. Natürlich funktioniert das nicht.

Denn in Wahrheit hast du in deinem Leben genau einen Bereich, auf den du Einfluss nehmen kannst: Auf dich. Nirgendwo sonst kannst du etwas verändern.

Wann immer du spürst, dass ein anderer dich verletzt oder deine Bedürfnisse nicht erfüllt – bleib bei dir.

Anstatt an dem anderen zu ziehen (und sei es nur in Gedanken) – bleib bei dir. Hab den Mut zu fühlen was in dir vorgeht. Fühle was dich bewegt und schaue in dich selbst hinein.

Du kannst den anderen als deinen Lehrer betrachten. Er zeigt dir, wo du noch nicht bei dir bist. Entbinde andere Menschen von der (wenn auch unausgesprochenen) Verpflichtung dich glücklich oder zufrieden machen zu müssen. Stattdessen mache dir zum Ziel, es selbst zu tun.

Ein Weg dorthin führt über das Fühlen. Fühle was es zu fühlen gibt.

  • Was löst der andere Mensch in dir aus?
  • Was erwartest du von ihm?
  • Wo brauchst du etwas von ihm, das du selbst nicht hast?

Zurück zu dir

Dann kehre immer wieder zurück zu dir. Den wahren Ort des Friedens und der Heilung.

Mir hilft die Vorstellung, dass ich senkrecht atme, um zu mir zurückzukommen.

Ich lasse ein paar Atemzüge lang den Atem von oben nach unten und von unten nach oben fließen.

Immer, wenn du mit anderen Menschen in Interaktion gehst, befindest du dich auf einer waagerechten Ebene.

Das heißt: Ein Großteil deiner Aufmerksamkeit befindet sich außerhalb von dir beim anderen. Das ist auch total okay und hat seinen Platz. Besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen brauchst du jedoch den Kontakt zu dir selbst, um aus deiner Mitte heraus zu agieren und dich wohlzufühlen.

Wenn du möchtest, kannst du ausprobieren wie sich deine Beziehungen wandeln, wenn du lernst bei dir zu bleiben.

Das bedeutet auch, im Sturm deiner Emotionen zu stehen und die Verantwortung für dein Fühlen zu übernehmen.

Dabei jedoch nicht von dir fortzugehen, sondern konsequent bei dir zu bleiben. Dies erfordert eine gesunde Disziplin und wird dir evtl. nicht immer gelingen. Dann heißt es dran zu bleiben. Üben, üben, üben.

Es lohnt sich. Du wirst dadurch mehr mit deinem Herzen und deiner Mitte verbunden sein. Deine Beziehungen mit anderen sind weniger dramatisch und werden immer mehr von einem Wohlwollen gestaltet und nicht aus einer Bedürftigkeit heraus.

 

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