Verwirrung auf dem spirituellen Weg – Welche Methode ist die richtige für mich?

Das Erwachen kann ziemlich anstrengend sein – kaum ist ein Thema durch, klopft schon das nächste an die Tür. Zum Glück gibt es wundervolle Methoden, die dich dabei unterstützen und dir helfen deine Prozesse abzuschließen. Doch manchmal fällt es sehr schwer angesichts der Fülle der Angebote den Überblick zu behalten und eine Methode zu finden, die wirklich hilfreich für dich ist. In diesem Artikel beschreibe ich meine eigenen Erfahrungen und was ich daraus gelernt habe.

Schamanismus, Quantenheilung, Handauflegen, Yoga, Arbeit mit dem inneren Kind, Der Kurs in Wundern, Mediation, MBSR, Familienstellen und das Verweilen im Jetzt: So viele Bücher, Seminare, Onlineprogramme, YouTube-Kanäle und Teleklassen stehen dir auf deinem spirituellen Weg zur Verfügung. Jede einzelne der genannten Methoden ist wertvoll und kann tiefe Heilung bewirken.

Doch: Wenn du alle Methoden zusammenwürfelst und von jedem etwas machst, stiftet dies vor allem eines: Verwirrung. Diesen Umstand durfte ich in den letzten Monaten erfahren und habe meine Lehren daraus gezogen.

Ich habe extra nachgezählt und festgestellt, dass ich mich mit elf (!) Methoden gleichzeitig beschäftigte. Nach einer Zeit fühlte ich mich nur noch verwirrt, meine Weisheit war weg und ich wusste überhaupt nichts mehr. Im Nachhinein betrachtet ist das absolut kein Wunder.

Ich hatte meinen Weg des energetischen Heilens und der Kommunikation mit der geistigen Welt kurzzeitig verlassen und mich stattdessen in die geballte Ladung aller möglichen Methoden geworfen. Ich hatte mich mit dem Kurs in Wundern, MBSR, Meditation, Yoga, schamanischer Heilung, der Arbeit mit dem Schmerzkörper und dem Wiederherstellen der Kreativität auf einmal beschäftigt. Wow, oder!? Und das sind noch nicht alle! Wenn ich das so schreibe, wird mir erst klar wie bescheuert das eigentlich war.

Trotz dieser intensiven Bemühungen fühlte ich mich total verwirrt, müde und genervt.

Was ist jetzt richtig?

Muss mein Geist vollkommen leer sein?

Soll ich immer im Jetzt sein, oder ist es hilfreich meine Zukunft zu visualisieren?

Soll ich mich Gott vollkommen hingeben, oder gebe ich damit meine Selbstbestimmung auf?

Soll ich den Ursprung meiner Emotionen unter die Lupe nehmen, oder sie einfach im Jetzt wahrnehmen und die Vergangenheit ruhen lassen?

Soll ich hart arbeiten, oder die Dinge geschehen lassen?

Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Sowohl als auch. Alles ist richtig, alles birgt Heilung.

Doch wie weit soll meine Selbstoptimierung gehen? Muss ich neben all diesen Methoden auch noch meine Weiblichkeit heilen, meine Ahnen befreien, meine Berufung finden, frei von jeglicher Angst sein und meine Gedanken auf ein Minimum reduzieren? Wie anstrengend! Da war überhaupt kein Platz mehr für Lebensfreude, Kreativität und Erfolgserlebnisse. Ich konnte kaum Fortschritte machen und wenn, dann merkte ich es nicht, weil ich mit den anderen Methoden beschäftigt war. Die Freude jedenfalls hatte keinen Raum.

Aus irgendeinem Grund hatte ich mir innerlich verboten mit energetischem Heilen fortzufahren. Ich hatte meine Arbeit mit Energien komplett blockiert und boykottiert. Mein Verstand kam dazwischen und hat mir zu verstehen gegeben, dass dies alles nur Einbildung, Humbug und Quatsch ist. Mein Perfektionismus machte mir weiß, dass ich mich innerlich noch mehr perfektionieren müsste, um auch eine gute Heilerin zu sein.

Dadurch liebäugelte ich mit dem Yogaweg, mit Vipassana-Meditation und dem Kurs in Wundern. Mir ist klar, dass all dies sich gegenseitig nicht ausschließen muss.

Doch jeder dieser Wege erfordert eine tiefe Hingabe.

Alles richtig zu machen und so, dass es wirklich hilft, ist einfach unmöglich. Bei mir hinterließ dieser Methoden-Komplex nur noch Verwirrung, Frust und die Angst niemals zu genügen, weil ich überall nur meine Defizite sah.

Nichts löste eine solche Begeisterung bei mir aus wie das energetische Heilen.

Mein Element ist die Energiearbeit. Hier brauche ich mich nicht anzustrengen oder mich zu verbiegen. Ich kann es einfach fühlen und liebe diese Arbeit. Dort fühle ich mich zu Hause. Natürlich ist es Teil meiner Heilarbeit mich mit meinen Themen zu beschäftigen und Prozesse zu durchlaufen, doch eben hierbei unterstützen mich die geistige Welt und die Energiearbeit.

Ich habe festgestellt, dass ich es nicht jedem Recht machen kann.

Manche Menschen finden energetisches Heilen ganz furchtbar und verurteilen alles und jeden, der damit zu tun hat. Genau das war meine Angst. Ich wollte mich etwas Bodenständigerem widmen, um nicht negativ aufzufallen, oder als verrückt abgestempelt zu werden. Bis mir klargeworden ist, dass jeder Mensch seinen Weg hat und jeder Mensch geht seinen Weg der inneren Läuterung.

Für mich ist das energetische Heilen perfekt und für viele andere Menschen auch. Ich habe gesehen wie tief und leicht Heilungen hier sind. Ich habe erlebt wie jahrelange Ängste geheilt werden können und ich habe erfahren wie sehr mich diese Arbeit begeistert.

Geht es dir auch so, dass du manchmal vor all den vielen Methoden nicht mehr weißt welche dir nun weiterhilft?

Leidest du auch manchmal unter dem Selbstoptimierungswahn und möchtest immer mehr aus dir herausholen?

Mein Tipp ist: Konzentriere dich auf die Methoden, die für dich mit der größten Leidenschaft verbunden sind und, die dir wirklich zutiefst Freude bereiten.

Natürlich kannst du auch weiterhin sehr viele Dinge ausprobieren und reinschnuppern, aber wenn sie dir nicht weiter dienen oder es dir zu schwer fällt, dann lass sie fallen und geh zurück zu deiner Freude.

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