So einfach kann Loslassen sein – Das Gotteskästchen

Viele meiner Klienten wünschen sich, etwas loslassen zu können. Seien es bestimmte Verhaltensweisen, Glaubenssätze, Erwartungen, Erfahrungen aus der Vergangenheit oder Beziehungen. Doch Loslassen ist oftmals gar nicht so einfach. Schließlich hältst du aus einem bestimmten Grund an etwas fest.

Und die Krux an der Situation: Je mehr du es loslassen möchtest, desto weniger gelingt es dir.

Kommt dir das bekannt vor? Beschäftigt dich aktuell etwas und du suchst nach Wegen, es loszulassen? In diesem Artikel stelle ich dir die einfachste Methode dazu vor, die ich kenne – Das Gotteskästchen.

„Du musst loslassen.“

„Denk doch einfach nicht mehr darüber nach.“

„Lass los und etwas Besseres kommt zu dir zurück.“

Du kennst diese Sätze bestimmt.

Und du weißt schon lange wie wichtig es ist, loszulassen. Trotzdem gelingt es dir in vielen Bereichen deines Lebens nicht. Du hältst an Menschen fest, du hältst an Dingen fest, an Situationen und an Glaubenssätzen.

Und dabei sagst du dir: „Ich sollte es endlich loslassen.“

Doch wie geht Loslassen eigentlich?

Mit der Zeit wirst du dich schlecht fühlen, weil du nicht loslassen kannst, obwohl du es doch eigentlich müsstest.

So ging es mir auch lange Zeit und manchmal heute noch.

Deswegen bin ich kein Freund dieses Wortes und ich mag die Ratschläge nicht, die mir sagen, dass ich loslassen muss. Eben, weil ich mich schlecht und minderwertig fühle, wenn ich es dann doch nicht kann. Was sehr häufig der Fall ist.

Loslassen ohne Drama

Es gibt jedoch eine Methode, die ich sehr gerne anwende, wenn mich etwas wirklich stört, mich in meinem Weiterkommen bremst und ich merke, dass es Zeit zum Loslassen ist.

Ich mache das aber nur, wenn ich wahrnehme, dass mir eine Sache wirklich nicht mehr dient und ich mich innerlich bereit zum Loslassen fühle.

Das ist meines Erachtens nach ein wichtiger Punkt. Viel zu oft wird der Rat ausgesprochen loszulassen. Ohne dabei zu hinterfragen, ob du wirklich dazu bereit bist. Manche Dinge brauchen einfach noch mehr Zeit, bis wir sie loslassen möchten und das ist vollkommen in Ordnung.

Es ist also auch okay, nicht loslassen zu wollen.

Wenn du jedoch in dir spürst, dass du etwas loslassen möchtest, bekommst du hier die einfachste Methode, um dich von bestimmten Ängsten, Glaubenssätzen, Situationen und Gefühlen zu lösen.

Ganz ohne Drama und ohne Widerstand.

Loslassen mit dem Gotteskästchen

Manche Menschen stören sich vielleicht an dem Gottesbegriff. Wenn du dich damit unwohl fühlst, kannst du auch einen anderen Begriff dafür verwenden. Es geht im Prinzip darum, dass du deine Sorgen, Zweifel, Ängste und was dich bewegt, an eine höhere Macht abgibst. Diese Macht kannst du auch als Universum oder Kosmos bezeichnen.

Das brauchst du: Ein Säckchen oder ein kleines Kästchen (z.B. eine Schmuckschatulle, eine Dose, ein dekoratives Kästchen), Zettel und Stift.

Du schreibst bei dieser Methode einfach das, was du loslassen möchtest, auf einen Zettel und legst diesen Zettel in das Kästchen. Das Kästchen stellst du danach einfach in ein Regal oder in eine Schublade. Der Zettel bleibt mehrere Wochen darin und du wendest dich anderen Dingen zu. Du beschäftigst dich also, wenn möglich, nicht weiter mit dem Thema.

Die Wirkung – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – ist verblüffend.

Viele Probleme auf dem Zettel lösen sich einfach auf und oft weiß ich nach ein paar Wochen gar nicht mehr, was auf dem Zettel stand.

Du wirst merken, dass viele Dinge gar keine Rolle mehr in deinem Leben spielen. Es kann auch sein, dass sich manche Situationen gewandelt haben und sich nun eine neue Schicht zeigt.

Im Folgenden möchte ich dir in paar Beispiele zeigen, um zu veranschaulichen, wobei dir das Gotteskästchen helfen kann.

Hinweis vorab: Ich führe hier eher allgemeine Ängste und Situationen auf. Es ist gut, wenn du das, was du Loslassen möchtest, so konkret wie möglich formulierst.

Beispiel: Anstatt Prüfungsangst könntest du schreiben: Ich habe Angst, bei Prüfung xy am … durchzufallen, zu versagen, mein Wissen nicht abrufen zu können o.ä.

Anstatt Eifersucht: Meine Angst, von xy betrogen zu werden oder, dass sich xy eine andere Partnerin sucht.

  • Ängste
    • Flugangst
    • Prüfungsangst
    • Vor einem Gespräch oder einer Begegnung
    • Anzuecken und sich unbeliebt zu machen
    • Finanzielle Ängste/Angst vor Armut
    • Angst die eigene Wahrheit zu leben, sprich deinem Herzen zu folgen
  • Gefühle (Auch hier gilt: Formuliere deine Gefühle, die du loslassen möchtest, so spezifisch wie möglich.)
    • Eifersucht
    • Hass
    • Groll
    • Wut
    • Angst
    • Trauer
  • Bestimmte Situationen
    • Die Suche nach einem neuen Job
    • Streit oder Differenzen mit jemandem
    • Unschlüssigkeit bzgl. deiner beruflichen Situation
    • Die Entscheidung, eine Beziehung weiterzuführen oder nicht
  • Sehnsüchte
    • Die Suche nach deiner Berufung/Lebensaufgabe
    • Die Suche nach einem Partner/einer Partnerin
    • Endlich anzukommen
  • Glaubenssätze
    • Ich bin nicht gut genug.
    • Ich finde keinen neuen Job.
    • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
    • Ich muss mich anstrengen.
    • Ich bin zu empfindlich.
    • Ohne Fleiß kein Preis.
    • Ich sollte mehr wahrnehmen.
    • Ich habe kein Geld.

Diese Beispiele sind nur Anhaltspunkte. Du kannst alles in das Gotteskästchen hineinlegen, was dich im Moment beschäftigt und wofür du keine Lösung hast.

Es ist die einfachste Methode des Loslassens, die ich kenne. Hier brauchst du deine Glaubenssätze nicht zu ersetzen und auch sonst nichts zu tun. Ähnlich wie bei dem Gebet gegen Angst, übergibst du deine Sorgen einfach an eine höhere Macht und kümmerst dich eine Weile nicht mehr darum.

Die Idee des Gotteskästchens habe ich aus diesem Kartenset. Klicke einfach auf das Bild.

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