Mit schwierigen Angstgefühlen umgehen (Zwei Übungen)

Vor einigen Wochen ist mir nochmals klar geworden worin eine der größten Schwierigkeiten beim Überwinden von Ängsten liegt. Wenn du Angst hast, nimmt diese Angst dein ganzes Feld ein. Mit Feld meine ich deinen Körper, deine Gedanken und auch dein Energiefeld. Angst stülpt sich wie eine Glocke über dich. Du kannst keinen klaren Gedanken mehr fassen, nicht mehr richtig atmen und fühlst dich körperlich extrem unwohl. Jedem, der Angst und Panik kennt, ist dieses Gefühl vertraut.

Die Angst ist einfach überall. In diesem Moment ist es schier unmöglich die Angst fließen zu lassen.

Wenn du Angst hast, ist dein Körper und auch dein Energiesystem in Aufruhr. Alles schwirrt, ist hektisch und du fühlst dich wie mitten in einem Wirbelsturm. Statt die Angst fließen zu lassen oder deine Gedanken zu beruhigen, brauchst du jetzt vor allem eines: Stabilität. Sobald diese Stabilität wiederhergestellt ist, wird die Angst weggehen. Dies gilt vor allem auch für Panikattacken.

Wie bekommst du jedoch Stabilität, die dir hilft die Angst zum Abflauen zu bringen?

Um Ruhe zu erzeugen, ist es hilfreich, dich mit deinem Atem zu verbinden.

Ich möchte dir hier zwei meiner Lieblingsübungen zeigen, die ich immer mache:

Atemübung

Atme vier Sekunden ein und vier Sekunden aus. Atme etwa zwei Minuten lang in diesem Rhythmus.

Wenn du spürst, dass du ruhiger wirst, atmest du vier Sekunden ein und sechs Sekunden aus. Nach dem Ausatmen hältst du für weitere etwa vier Sekunden die Luft an. Danach wiederholst du diesen Atemrhythmus für weitere zwei Minuten.

  1. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden ausatmen –> Zwei Minuten lang
  2. Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen, die Luft vier Sekunden anhalten –> Zwei Minuten lang

Natürlich kannst du die beiden Atemübungen auch getrennt voneinander machen und musst sie nicht kombinieren.

Stabilitätsübung

Eine weitere Übung, die dir sofort Stabilität bringen kann, ist dir vorzustellen, dass deine Füße von rotem Licht umgeben sind. Stell dir einfach vor, dass deine Füße komplett mit diesem warmen Licht umhüllt sind.

Diese Übungen helfen mir in Stress- und Angstsituationen sehr gut, um wieder zur Ruhe zu kommen. Besonders wichtig ist es, dass du dir einige Minuten für jede dieser Übungen Zeit nimmst. Oftmals wird dir die Angst bei den ersten Atemzügen noch sehr bewusst sein, vielleicht wird sie auch in den ersten Atemzügen etwas zunehmen. Du wirst daher geneigt sein dich von ihr mitreißen zu lassen. Dann ist es besonders wichtig, dass du trotzdem weiter atmest. Du wirst mit jedem Atemzug spüren, dass du ruhiger und entspannter wirst.

Die Verbindung zu deinem Atem gibt dir die Kraft, um Panikattacken besser zu überstehen und sie komplett zum Abflauen zu bringen.

Stabilität ist in Momenten der Angst sehr wichtig. Wenn du es geschafft hast, diese Stabilität herzustellen, wird dein Denken klarer, dein Puls beruhigt sich und du fühlst dich wieder sicher.

Weitere Tipps für den Umgang mit Angst und Panik erfährst du in meinem Buch!

 

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