Energievampire – Wie du sie erkennst und mit ihnen umgehst!

Fühlst du dich manchmal nach Begegnungen mit anderen müde, ausgelaugt und erschöpft? Vielleicht auch gereizt oder niedergeschlagen und möchtest am liebsten eine Zeitlang niemanden mehr sehen? Jeder von uns kennt Menschen, in deren Gegenwart wir uns müde und energielos fühlen. Als würde dieser Mensch uns die Kraft rauben. Manchmal merkt man dies schon während der Begegnung, manchmal aber auch erst später.

Häufig werden solche Personen als Energieräuber oder Energievampire bezeichnet.

Wobei der Begriff Energievampir eine sehr anschauliche Bezeichnung ist, die auf den ersten Blick deutlich werden lässt, worum es geht: Ein Mensch nimmt Energie von einem anderen ohne etwas zurückzugeben. Er saugt jemand anderes förmlich aus.

Ich möchte an dieser Stelle deutlich anmerken, dass diejenigen, die Energie von anderen nehmen, keine schlechten Menschen sind. Sie brauchen wirklich Hilfe und hin und wieder verhält sich wahrscheinlich jeder so. Und jeder hat Phasen, in denen er weniger geben kann. Doch im Großen und Ganzen gleicht sich dies wieder aus. In diesem Text geht es darum, dass du als Hochsensibler ein Gefühl dafür bekommst, wenn andere sich von deiner Energie ernähren und deutlich zu machen, dass es dein Recht ist dem einen Riegel vorzuschieben. 

Energievampire partizipieren von der Energie des anderen und ernähren sich davon.

Für sie sind andere ihre Energiequelle. Sie haben meist eine innere Leere, die sie durch die Energie anderer Menschen füllen möchten. Diese Leute kennzeichnen sich auch dadurch aus, dass sie uns das Gefühl vermitteln, niemals genug getan zu haben und Schuld an deren Misere zu sein.

Energievampire decken ihre Bedürfnisse, indem sie andere Menschen benutzen. Sie beuten andere aus. Da ein solcher Mensch selbst nichts zu geben hat, da er in sich nur innere Leere spürt, sind wechselseitige Freundschaften und Partnerschaften sehr schwierig zu realisieren. Sein Nutzen aus der Freundschaft besteht darin, Aufmerksamkeit und Energie zu bekommen.

Dabei bleibt jedoch der gesunde Ausgleich zwischen Geben und Nehmen nicht gewahrt. Wenn wir mit Menschen kommunizieren, findet ein stetiger Energieaustausch statt. Im Idealfall ist dieser ausgeglichen und beide geben und nehmen gleichermaßen.

Der Energieräuber nimmt Energie, gibt aber keine zurück.

Zu ihnen gehört die Freundin, die ständig Probleme hat, aber nichts daran ändert. Die Kollegin, die immer im Mittelpunkt stehen muss und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen will. Die Schwiegermutter, die ständig eine Szene macht und sich damit die Fürsorge aller anderen sichert.

Meist ist einem beim Kontakt mit einem anderen Menschen nicht sofort klar, dass es sich um einen Energievampir handelt. Erst im Nachhinein merken wir, dass wir uns erschöpft fühlen und den anderen als anstrengend empfunden haben. Doch selbst dabei denken wir uns noch nicht viel. Wobei dies das erste Alarmzeichen ist, das ernst genommen werden sollte.

Wenn du immer nur gibst, wird deine Lebensenergie mit der Zeit immer schwächer werden und auf kleinerer Flamme lodern.

Dies kann sich in Gereiztheit, Müdigkeit, Desinteresse, depressiven Verstimmungen und Niedergeschlagenheit äußern. Diese Symptome sind nicht zu unterschätzen und, wenn dir dies bekannt vorkommt und du viel mit Energieräubern zu tun hast, dann solltest du diese Dynamik dringend untersuchen.

Als hochsensitiver Mensch gehörst du vielleicht zu denen, die gerne geben. Dir wird es eventuell leichter fallen zu geben als zu nehmen. Daher gerätst du womöglich eher an Energiesauger und gibst ihnen bereitwillig deine Aufmerksamkeit und Energie ohne dafür einen Ausgleich zu erwarten. In der ersten Zeit fühlst du dich dadurch sogar besser, weil du hilfreich bist und endlich jemand anderem dienen kannst.

Doch mit der Zeit werden sich auch deine Energiereserven erschöpfen und du wirst spüren, dass in deiner Beziehung ein Ungleichgewicht herrscht. Erst äußert sich diese Erkenntnis in einem dumpfen Gefühl, dass etwas nicht stimmt, doch je länger diese Beziehung dauert, desto mehr verfestigt sich dieses Ungleichgewicht und du spürst, dass dir etwas fehlt.

Vor allem wirst du feststellen: Egal wie viel du tust und wie groß deine Hilfe ist, der andere wird nicht zufriedener und auch seine Probleme werden nicht weniger. Es ist vielmehr so, als würdest du versuchen, ein Fass ohne Boden zu füllen. Egal wie viel du hineinfüllst, es fließt wieder hinaus. Dabei wirst du immer erschöpfter, fühlst dich traurig, niedergeschlagen, ängstlich und gibst dir vielleicht sogar die Schuld dafür, dem anderen nicht helfen zu können.

Trotzdem gehören zu dieser Dynamik immer zwei Leute. Wenn du bereits mehrfach an Energieräuber geraten bist und darunter gelitten hast, gibt es einen Teil in dir, der dafür offen und empfänglich ist. Daher solltest du dich dringend damit auseinandersetzen und einerseits lernen, für deine eigenen Bedürfnisse einzustehen und andererseits schauen was hinter deinem Wunsch zu Geben steckt.

Konstantes Geben raubt dir Zeit, Energie, Geld und andere Ressourcen.

Auch gesundheitliche Probleme können die Folge sein.

Du hast es verdient, Beziehungen zu Menschen zu haben, die dich nicht ausnutzen.

Wenn du den Wunsch verspürst, ebenbürtige und ausgeglichene Beziehungen zu führen und lernen möchtest, gesunde Grenzen zu setzen, ist mein Coaching vielleicht das Richtige für dich. Dort schauen wir gemeinsam welche Dynamiken bei dir wirken und du lernst als hochsensitiver Mensch im Kontakt mit anderen gelassen und bei dir zu bleiben und genau dadurch hilfreich zu sein.

In meinem Buch widme ich der Abgrenzung ein komplettes Kapitel (klicke auf das Bild).

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