„Die Angst wird nur kleiner, wenn du handelst“

Immer mehr Menschen finden im klassischen Angestelltenleben keine Erfüllung mehr und wünschen sich ihrem Herzen folgen und ihre Bestimmung leben zu können. Da jeder Mensch einzigartige Fähigkeiten und Talente hat, gibt es meist keine vorgefertigten Berufe, die genau zu der Berufung desjenigen passen. Daher führt der Weg zur Berufung oftmals in die Selbstständigkeit. In diesem Interview erzählt dir Anja Kirchner wie sie Menschen dabei hilft in eine Selbstständigkeit zu starten und ihre Bestimmung zu leben.

Die Umsetzung seiner Visionen und Träume weckt natürlich viele Ängste und holt alte Wunden ans Tageslicht. Vor allem die Angst nicht erfolgreich zu sein und kein Geld mehr zu verdienen, ist ganz vorne mit dabei. Anja Kirchner hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und unterstützt nun Menschen dabei ihren Weg zu ihrer Berufung und in eine selbstständige Tätigkeit erfolgreich zu beschreiten.

In diesem Interview verrät sie, wie sie ihre Angst vor der Selbstständigkeit überwunden hat, wie sich dadurch ihr Leben verändert hat und was sie anderen Menschen rät, die sich einen Start in die Selbstständigkeit wünschen.

1. Stell dich doch einfach mal vor und erzähle etwas darüber wie deine Unterstützung für Menschen, die sich selbstständig machen wollen, aussieht.

Ein wirklich erfülltes und glückliches Leben können wir nur leben, wenn wir von Innen heraus handeln. Jeder Mensch hat eine Bestimmung, ein einzigartiges Talent und eine Botschaft. Wer sich mit seinem Herzens-Projekt selbstständig machen will, hat meistens ein starkes Gefühl und eine vage Vision von dem, wo man hin will. Es gibt 1000 Fragen und manchmal noch mehr Ideen und auch Zweifel. Ich helfe dabei, ganz praktisch und einfach immer wieder zur Mitte zurückzukehren und sich mit dem eigenen Spirit zu verbinden.

2. Was unterscheidet ein spirituelles Business Coaching von einem herkömmlichen Business Coaching? Warum ist es deiner Meinung nach wichtig die Spiritualität mit einzubeziehen?

Spiritualität heißt für mich sich selbst zu erkennen und mit dem Herzen zu sehen bzw. aus der Mitte zu leben. Wenn ich das tue, kann ich auch mein Umfeld, meine Kunden und Geschäftspartner sehr viel besser verstehen und echte langfristige Beziehungen aufbauen. Herkömmliche Business-Coachings waren für mich immer wie übergestülpt bzw. sollte ich einer Strategie und einem Plan folgen, der nicht meinem eigenen Rhythmus und Spirit entsprochen hat. Die Folge sind Anstrengung, Verbiegung und letztlich wieder Hamsterrad. Wenn du beginnst, die Spiritualität einzubeziehen wirst du erkennen, dass dein Business auch seinen eigenen Spirit hat und dich leiten kann.

3. War der Übergang in deine Selbstständigkeit auch mit Ängsten verbunden? Und welches waren dabei deine größten Ängste?

Oh ja! Natürlich und Ängste habe ich auch heute noch! Meine größten Ängste waren mich zu zeigen und hoffentlich nicht ausgelacht und verurteilt zu werden. Das ist nicht passiert, ganz im Gegenteil! Ich hatte auch Angst, niemanden zu erreichen und nicht ernst genommen zu werden. Und es gab die Angst mich zu übernehmen und den Anforderungen nicht gerecht werden zu können. Das ist passiert! Aber ganz einfach, weil ich eben wieder das alte Spiel mitgemacht habe. Der Verstand hat diktiert „Du musst…“ oder „Ich habe heute noch gar nichts geschafft…“

4. Wie bist du damit umgegangen?

Ich habe losgelassen. Mehrmals gab es Phasen in denen ich kreativ blockiert war und viel gezweifelt habe. Als ich meinen Fokus und das „Ich will aber so gerne…“ losgelassen habe, kamen die Kreativität, der Mut und die Energie wieder zurück. Ansonsten habe ich mich kontinuierlich mit meinen Ängsten auseinander gesetzt und verschiedene Strategien angewandt. Ich verwende Affirmationen, meditiere viel und frage meine Spirit Guides und meine Intuition um Rat.

5. Wie hat sich dein Leben seitdem verändert? Hat es sich für dich gelohnt deine Ängste hinter dir zu lassen?

Oh ja! Ich bin furchtloser und stärker geworden, vor allen Dingen liebe ich mich noch mehr. Ich sehe inzwischen auch, was die Ängste oft sagen wollen und wenn ich heute Angst vor einem Projekt, einer Reise oder einem Treffen verspüre, weiß ich oft, dass es der richtige Weg ist. Denn da reagiert etwas in mir, das angeschaut werden will und diese Energie lässt sich in Positives verwandeln. Use Fear as Fuel sagt man im Englischen ja auch.

6. Du bist ja momentan auf einer längeren Reise unterwegs. Ich finde es total mutig, dass du ganz alleine durch die Welt reist. Hattest du davor auch Angst oder ist es dir ganz leicht gefallen alleine loszuziehen?

Ich hatte Angst, oh ja! Doch es war schon immer eine Sehnsucht, die ich hatte und es gab keinen Ausweg mehr. Ich hätte hier bleiben können aber dann wäre ich unzufrieden gewesen. So hatte ich Angst, bin dennoch gesprungen und jetzt viel freier als je zuvor.

7. Viele Menschen haben ja auch Angst, dass sie auf einer Reise alleine niemanden kennenlernen und total einsam sind oder, dass ihnen niemand hilft, wenn sie krank sind. War das auch für dich ein Thema? Was empfiehlst du Menschen wie man damit am besten umgehen kann?

Diese Angst ist unbegründet denn man lernt automatisch Leute kennen, wenn man alleine reist. Das ist für viele so eine neue und interessante Konstellation, dass mich viele angesprochen haben warum ich alleine unterwegs sei. Krank war ich auch schon einige Male und immer gab es hilfsbereite Einheimische, die sich um mich gekümmert haben. Und wenn nicht, musste ich um Hilfe bitten. Das war auch eine gute Lernfläche! 🙂

8. Nun aber zurück zur Selbstständigkeit. Was sind deiner Erfahrung nach die größten Ängste von Menschen, die sich selbstständig machen wollen?

Ich glaube, die Angst sich zu zeigen und zu sagen „Hier bin ich!“ ist bei Frauen besonders groß. Wir sind ja so erzogen worden und dies ist auch im kollektiven Bewusstsein so verankert. Da ist vieles verwoben. Einmal, nicht zu wissen was man gut kann und wofür man eigentlich steht, was die konkrete Botschaft ist.

Dann ist sicherlich die Angst groß, finanziell abzurutschen oder nicht genug zu verdienen. Auch da spielen unsere inneren Haltungen, die eigene Beziehung zum Thema Geld und natürlich der Selbstwert eine wichtige Rolle. Wenn man keine Klarheit über die eigenen Stärken und die Berufung hat, dann lässt sich der Selbstwert schlecht bestimmen und schon bist du in der Spriale aus Selbstzweifeln und Überanstrengung.

9. Was empfiehlst du diesen Menschen, um ihre Ängste zu überwinden?

Immer ins Tun zu gehen. Die Angst wird nur kleiner, wenn du handelst. Denn sie ist ja fiktiv und liegt immer in der Vergangenheit oder der Zukunft. Wenn nun Perfektionismus oder Ungeduld beim Sich-Selbstständig-Machen ins Spiel kommen, hat das auch wieder mit der Angst zu tun, nicht zu genügen.

Grundsätzlich, glaube ich, lässt sich Angst mit Liebe überwinden. Und ganz praktisch sieht das dann so aus: Handeln. Sich bewegen. Dem Körper Gutes tun. Er sagt dir schon, was er braucht. Sich selbst anerkennen, loben und was gönnen. Sich im Spiegel anschauen und lernen, sich selbst zu umarmen (bildlich gesprochen, wobei wortwörtlich sicher auch nicht verkehrt ist ;)). Tagebuch schreiben, sich mitteilen. Rauslassen, nicht rein fressen. Ganz viel weiches Atmen praktizieren und lediglich einen Schritt vor den anderen machen.

Vielen Dank Anja für dieses tolle und inspirierende

Interview.

Wenn du dich für die Angebote von Anja interessierst, dann schau dir ihre Webseite an. Ich habe selbst schon ein Coaching bei ihr gemacht und kann es jedem nur empfehlen.

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