Dem eigenen Weg folgen – Ein Interview mit Lea Hamann

Seine Bestimmung finden und der eigenen Intuition folgen – diesen Wunsch verspüren viele Menschen. Genauso häufig fehlt jedoch eine klare Antwort auf diese Fragen. Lea Hamann begleitet erwachende Menschen dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Ihre Arbeit entspringt einer tiefen Weisheit und ist daher besonders wertvoll und heilsam.

Ich bin seit einigen Jahren in der Onlinecommunity (der Oase) von Lea Hamann und kann sagen, dass ihre Arbeit mein Leben gewandelt und in vielen Bereichen verbessert hat.

Sie unterstützt in dieser Community Menschen mit ihren Heilungserfahrungen und bietet in ihren wöchentlichen Webcasts Unterstützung auf allen Ebenen.

Man merkt, dass Lea Hamann ihr Wissen und ihre Weisheit nicht aus Büchern hat, sondern aus ihrer eigenen Erfahrung schöpft. Dadurch wirkt ihre Arbeit noch tiefer und klärender.

Ich freue mich sehr darüber, dass ich Lea Hamann interviewen durfte. Ich habe ihr Fragen zur Bestimmung sowie dem Umgang mit Angst und Zweifeln gestellt.

Hier findest du ihre Antworten. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Auf dem Weg zur eigenen Bestimmung ist es wichtig die eigene innere Stimme und Führung wahrzunehmen und ihr zu folgen. In uns sind jedoch sehr viele verschiedene Stimmen. Wie erkenne ich, welche Stimme mich wirklich führt und welcher ich folgen soll?

Hey liebe Linda, das ist eine tolle Frage!

Mir ging es auf dem Weg in meine Bestimmung so, dass ich sehr viele Stimmen in meinem Verstand hatte, die eigentlich alle ziemlich negativ waren. Da sprach die Stimme meiner Angst, die Stimme des Zweifels und der Einsamkeit. Da hieß es: Das schaffst du sowieso nicht. Alles anderen sind besser als du, wer will schon etwas von dir wissen oder Wenn du zeigst wer du wirklich bist, wirst du sowieso nur ausgelacht.

Mir war ziemlich schnell klar, dass ich nicht weiterkomme, wenn ich auf diese negativen Stimmen höre.

Ich sehnte mich danach, die wahre liebevolle Stimme zu hören, die tief in unserem Inneren zu jedem Menschen spricht.

Ich begann zu ahnen, dass ich tiefer in mein Inneres, in die Stille in mir eintauchen muss, um diese liebevolle Stimme wahrnehmen zu können. Ich schloss meine Augen, ließ meinen Atem strömen und ließ mich in mein Inneres hinein sinken. Ich wartete voller Spannung auf einen Impuls, auf Hinweise und neue Erkenntnisse. Doch zunächst einmal war da einfach nur – Nichts. Ich war enttäuscht! Zum Glück war ich stur genug, um diese Übung mehrere Wochen jeden Tag zu wiederholen. Und siehe da, mit der Zeit spürte ich, dass sich in diesem unscheinbaren „Nichts“ eine ganze Menge verborgen war. Jedes Mal wenn ich in mein Inneres lauschte, kam eine neue Qualität aus dem Nichts zum Vorschein. Mal ruhig, mal bewegt, mal stärkend, mal beruhigend. Und ich begann diese Qualität einzuatmen, mich immer tiefer einzulassen auf diesen Strom aus Energie. Mit der Zeit konnte ich diese liebevolle Qualität in Worte umwandeln. Es entstanden einzelne Worte, dann ganze Sätze und schließlich eine innige Beziehung zu dieser liebevollen inneren Stimme.

Heute spüre ich deutlich, wenn ich mich von den Stimmen im Verstand ablenken lasse, denn sie fühlen sich ganz anders an. Die negativen Stimmen wirken verwirrend, hektisch, metallisch oder kreischend, einfach unangenehm. Die liebvolle innere Stimme dagegen ist so nährend, so reichhaltig und wohltuend, sie heilt.

Der eigenen Intuition zu folgen und neue Pfade zu beschreiten weckt oft erstmal eine große Angst. Was empfiehlst du im Umgang mit der Angst?

Das stimmt. Solange ich das machte, was von außen vorgegeben war, spürte ich keine Angst. Doch sobald ich begonnen habe, meinen eigenen Weg zu gehen, wurde ich überrascht von großer Angst. Obwohl ich mich nie für einen ängstlichen Menschen gehalten habe, türmten sich auf einmal richtige Wellen von Angst in mir auf.

Die Angst wollte, dass ich zurückkehre auf den „normalen“ Weg und mich wieder klein mache.

Ich begann wahrzunehmen, dass ich jeden Tag eine Wahl habe:

Folge ich der Stimme der Angst – oder folge ich der liebevollen Stimme?

Die Angst hält mich klein und die liebevolle Stimme lädt mich dazu ein, mein ganzes Potenzial zu entfalten und zu werden, wer ich wirklich bin. Noch heute treffe ich täglich immer wieder neu diese Entscheidung. Und so oft ist es viel bequemer, der Angst zu folgen – und so unbequem den authentischen Weg zu gehen.

Was mir geholfen hat ist, die Angst liebevoll wahrzunehmen und durchfließen zu lassen. Mittlerweile glaube ich, dass sich in der Angst ganz viel unterdrückte Lebensenergie versteckt, die wieder fließen will.

Wie gehst du mit Zweifeln um?

Natürlich prüfe ich erstmal mit gesundem Menschenverstand, ob es sich hier um einen berechtigten Zweifel handelt, auf den ich hören sollte. Mache ich gerade etwas leichtsinniges, das ich besser bleiben lassen sollte?

Falls das nicht der Fall ist, versuche ich, den Zweifel nicht als Gedanke im Verstand, sondern als Gefühl im Körper wahrzunehmen. Sobald man im Körper präsent wird, spürt man, dass der Zweifel eine Energie ist, die an uns zieht, die uns aus dem Gleichgewicht bringen möchte.

Zweifel sind für mich auch eine Form von Angst, die versucht, unser inneres Gleichgewicht ins Wanken zu bringen. Zweifel möchten uns innerlich in zwei Teile teilen und von unserem eigenen Weg abbringen.

Da hilft es, weich zu atmen, innerlich zurückzulehnen und nichts zu tun. Der Zweifel verschwindet von alleine, wenn wir nicht gegen ihn kämpfen.

Vielen Dank für dieses tolle Interview.

Das Buch von Lea Hamann: Leben, lieben, leuchten

In ihrem Buch Leben, lieben, leuchten beschreibt Lea ihren eigenen Weg und wie sich ihr Leben verändert hat, als sie begonnen hat auf ihre innere Stimme zu hören.

In ihrem wundervollen, sanften Schreibstil nimmt sie dich an die Hand und zeigt dir wie auch du eine tiefe Verbundenheit in dein Leben bringen und herausfinden kannst was deine Bestimmung ist.

Das Buch von Lea Hamann findest du hier.

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